Jana Revedin (*1965 in Konstanz) ist eine deutsche Architektin, Architekturtheoretikerin und Schriftstellerin. Sie lebt und arbeitet in Venedig und in Wernberg, Kärnten. Nach dem Studium von Architektur und Städtebau in Buenos Aires, an der Princeton University und in Mailand promovierte und habilitierte sie an der Universität Venedig über das Verständnis des öffentlichen Raums als Katalysator demokratischen Selbstverständnisses in der deutschen Reform-Moderne (Tutor Aldo Rossi) und ist heute ordentliche Professorin für Architektur und Städtebau an der École Spéciale d’Architecture in Paris.

Als Autorin von Standardwerken der Architekturtheorie ist sie auf die deutsche Reform-Avant- Garde spezialisiert, deren sozialen und ökologischen Anspruch sie zum Maßstab zeitgenössischer nachhaltiger Architektur und Stadtentwicklung macht. Revedin ist Gründerin und Präsidentin der LOCUS-Stiftung, die jährlich den Preis Global Award for Sustainable Architecture in Partnerschaft mit der Cite de l ́Architecture Paris unter Ehrenschutz der UNESCO vergibt.

Ihr biografischer Roman „Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus“ zum Leben von Ise Frank, Walter Gropius’ zweiter Ehefrau und Wegbereiterin der Bauhaus-Idee (DuMont 2018, Spiegel-Bestseller), wurde 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse, den Walter Kempowski Preis des Landes Niedersachsen und als 3sat-Verfilmung für den Grimme-Preis 2019 nominiert. Seine italienische Ausgabe (Neri Pozza 2020) ist auf der Bestsellerliste der Repubblica. Ihr biografischer Roman „Margherita“ (Aufbau 2020, Spiegel- und Presse-Bestseller) erzählt die kulturelle und soziale Renaissance Venedigs in den 1920er und 1930er Jahren.


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